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Symbolik:

Heute wie damals ist der Maibaum das ultimative Wahrzeichen des Maifeiertages und somit auch das von Beltane. Ohnehin spielen für uns zu dieser Zeit Bäume verstärkt eine große Rolle, aber die Wurzeln dieses Symbols scheinen ursprünglich in seiner Eigenschaft als Phallussymbol zu liegen (insbesondere mit dem Kranz, als weiblichem Gegenstück obenauf, weist er deutlich auf die "Vermählung" oder auch heilige Hochzeit hin). Der Baum wird also geschmückt und mit bunten Bändern versehen, steht bei den großen Feierlichkeiten im Mittelpunkt des Geschehens. Rot und weiß sind hier die klassischen Farben, aber auch blau und weiß sind sehr traditionell. Grün und weiß, pink oder gelb sind aber ebenso passend und auch hier sollte wieder einfach nach Vorhaben oder persönlichem Gefühl entschieden werden.

Die Birke ist der heilige Baum von Beltane, weshalb sie auch - ebenso wie Esche und Weide, häufig für den Maibaum verwendet wird. Sie steht für Fruchtbarkeit, Neuanfänge, Schutz und Reinigung - kurzum: Sie ist also prädestiniert für den Job! Wenn wir uns die Esche anschauen stellen wir fest dass sie als heiliger Baum des Odin gilt, da sie ihm die Runen und somit die Fähigkeit zur Weissagung verliehen haben soll (so sagt man). Auch handelt es sich ja beim Weltenbaum Yggradsil um eine Esche und er steht übrigens ebenfalls eng mit dem Feenreich in Verbindung. Bei der Weide handelt es sich um einen Baum, dem man die Macht zur Verzauberung nachsagt, aber auch zur Heilung und zum Schutz.

Bäume werden seit dem Altertum als Sitz der Götter verehrt und jetzt im Mai stehen sie ja schon wieder richtig im Saft, weshalb wir ihnen noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Die Nacht, in der wir Beltane feiern kann eine schöne Gelegenheit sein, sich einen eigenen Zauberstab zu fertigen oder zu weihen. Aber auch in anderer Form können die Hölzer zum Einsatz kommen und deshalb möchte ich noch ein wenig mehr auf ihre Eigenschaften eingehen. Ich kann hier zwar keine allgemeingültigen und wirklich umfangreichen Aussagen treffen, zumal ich mich mit der Thematik noch nicht tiefer gehend beschäftigt habe, aber für das ein oder andere Ritual in der Mainacht sollten die folgenden Recherche-Ergebnisse als Anreiz genügen:

Die Eiche wird dem Göttervater Zeus zugesprochen und auch sie soll die Fähigkeit zur Weissagung fördern. Ebenso arbeiten wir mit ihr für Heilung, in Sachen Finanzen, Langlebigkeit und Lebnskraft generell. Die Wallnuß ist sowohl Hekate, als auch Diana zugeordnet, sie gilt als heiliger Baum der Zauberkunst, ist sehr kraftvoll und schützend zugleich. Es wird gemunkelt dass Elfen in den Nußschalen wohnen sollen und dass sie auch die Bäume an sich bevölkern und diese ständig umgeben. Der Weißdorn ist dem keltischen Sonnengott Belenus gewidmet und somit auch dem Maifeiertag. Ahorn kommt zum Einsatz in Sachen Weissagung und Liebe. Bestens geeignet in Liebesdingen ist zudem der Apfel(baum), aber auch für Heilung, Schönheit, Jugend, Wohlstand und Wahrheitsfindung. Die Eberersche hat stark schützende und kräftigende Eigenschaften, sie ist ein magischer Baum, den man beispielsweise wunderbar in Wetterzaubern einbinden kann. Der Hollerstrauch / Holunder ist der Göttin geweiht und steht ausdrücklich unter ihrem besonderen Schutz - was bedeutet dass er keinesfalls mutwillig beschädigt oder abgesäbelt werden darf! Er ist ein ziemliches Allround-Talent, insbesondere allerdings zu Heilzwecken, als Verstärker bei magischen Vorhaben jeglicher Art, zum Schutz und für Wohlstand.
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