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Bräuche:

Puh, da hätten wir ja einiges...! :-) Aber fangen wir am besten direkt mit den beliebtesten und bekanntesten Gesten an, die wir vorzuweisen haben. Eier färben (bemalen, bekleben, in Farben kochen, mit bunten Folien umwickeln) und verstecken - ohne Frage die absolute Nr. Eins unter den Oster-Gebräuchlichkeiten - und das ist wohl auch im Heidentum nicht anders! Die bunten Eier werden dann (mit Vorliebe von Kindern, aber natürlich nicht nur) mit viel Freude und Eifer gesucht. Wenn das Wetter mit spielt wird das Spektakel nach draußen verlegt, wenn nicht bereitet es auch in der Wohnung viel Spaß. Warum wir das machen hatten wir ja bereits besprochen und wofür die Verzierungen stehen können, dazu kommen wir noch.

Natürlich gibt es auch noch unzählige andere überlieferte, sowie moderne Praktiken, die von Heiden, Christen und der modernen Gesellschaft generell um Ostern herum immer wieder gerne betrieben werden. Der Frühjahrsputz gehört natürlich nach ganz oben auf die Liste (wenn nicht schon geschehen dann jetzt und falls doch, dann nochmal richtig ;-) und anschließend folgt dann meist das frühlingshafte Dekorieren des Hauses. Den Fenstern sollten wir hier einmal kurz den besonderen Status einräumen, dass wir durch sie ja nur Liebe, Licht und neue positive Energei einlassen möchten. Um also allem Unerwünschten den Zugang zu verwehren sei es angeraten sie mit Salbei und Beifuß abzuwaschen und anschließend noch mit den Fingern ein großes X oder ein Pentagramm aufzuzeichnen. Dabei geht es natürlich nicht um das Hinterlassen von Schmierfinger-Abdrücken, auf den eben erst mühselig geputzten Fenstern, sondern mehr um die symbolische Ausführung der Geste.

Wir lassen also den Frühling zu hause einkehren, indem wir auch unsere Balkone oder Gärten endlich grundreinigen und neu bepflanzen, Vasen mit Zweigen aufstellen, in denen wir bunte Eier oder andere Deko aufhängen können. Farbige Bänder sind daneben sehr beliebt und auf denen kann man dann sogar noch Wünsche oder Segnungnen notieren, die in leichten Windbrisen dahin wehen... Auch draußen vor dem Haus machen sich übrigens in Büschen oder Sträuchern die bunten Eier sehr gut, wo sie dann die frischen Kräfte der Natur erst richtig einladen und auf uns aufmerksam machen und auch die ihnen eigenen Segnungen verströmen können. Ich selber habe viele Vasen in der Wohnung und im Flur mit künstlichen Frühlingsblumen in frischen Farben dekoriert und mit Gräsern. Das hält sich schön lange und erfüllt genauso seinen Zweck. Eben wieder mal jeder so wie er mag. Wichtig ist ja die Geste, die Einladung, die Wertschätzung dahinter. Und auch sich selbst kann man gleich noch etwas Gutes tun, nämlich indem man ein wenig Shopping neuer Frühjahrsgarderobe betreibt. Ebendiese anzuschaffen und zur Frühlings-Tagundnachtgleiche erstmalig zu tragen, ist nämlich schon damals in der teutonischen Gesellschaft ein fester Bestandteil der Feierlichkeiten gewesen.

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